Das kleine Haus hinterm Deich: Die Sache mit dem Graben

Die Grabenschau ist überstanden. So denke ich zumindest. Am vorvergangenen Samstag bin ich dem Schilf zu Leibe gerückt. Die Bastion ist mit Hilfe des Einsatzes von schwerem Gerät endlich gefallen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte ich seitdem den nun sichtbaren Wasserlauf an der Grundstücksgrenze und die beeindruckenden Berge aus Schilf, Schlick und … Das kleine Haus hinterm Deich: Die Sache mit dem Graben weiterlesen

Das kleine Haus hinterm Deich: Einsamkeit und Elegien

Am kommenden Wochenende ist in Kirchwerder Grabenschau. Der Graben an der Grundstücksgrenze muss mindestens 15 Zentimeter tief - sprich schlammfrei - und 15 Zentimeter breit - sprich am Rand ordentlich gemäht - sein. Diese Norm soll das Abfließen des Wassers aus den Marschgebieten erst quer zur Elbe und dann in Richtung des Südlichen Kirchwerder Sammelgrabens … Das kleine Haus hinterm Deich: Einsamkeit und Elegien weiterlesen

Short Cuts: Mosambik (Söldner #2), 2003

Sein Kopf ist schwer und der Pelz auf seiner Zunge schmeckt nach Erbrochenem. Eigentlich sollte der Söldner tot sein, sollte mit einem Loch im Schädel im Busch liegen. Eigentlich sollten sie ihm jetzt das Gold aus dem Gebiss brechen und seinen Körper aufschneiden, damit die Schakale ihn bald wittern. Eigentlich. Eigentlich sollte er froh sein. … Short Cuts: Mosambik (Söldner #2), 2003 weiterlesen

Punk is dead – long live Punk 1/2

Ich sitze zu Hause, zerdrücke einen Möhren-Spinat-Flohsamen-Puffer mit der Gabel und frage mich, wann ich damit aufgehört habe, "dagegen" zu sein. Es muss irgendwann zwischen Studium, Praktikum und erstem Job passiert sein. Wahrscheinlich war es sogar pünktlich mit dem ersten festen Job. Exakt zu dem Zeitpunkt, als ich die Arbeit als freier Autor für den … Punk is dead – long live Punk 1/2 weiterlesen

Short Cuts: Elfenbeinküste (Söldner #1), 2003

Die Wunde brennt wie Feuer. Warmes Blut rinnt in seinen linken Stiefel. Eigentlich sollte der Söldner tot sein. Er sollte im Busch verbluten, während die verdammten Kaffer schon damit beginnen, seinen Kopf zu schrumpfen. Er versucht aufzustehen, doch es gelingt ihm nicht. Seine Hose ist mit seinem und dem Blut der Rebellen getränkt. Die Trommeln … Short Cuts: Elfenbeinküste (Söldner #1), 2003 weiterlesen

Das versteh‘ ich nicht: Tomaten aus Neuseeland

Am Freitag war ich bei meinem Edeka. Mein Edeka ist eine kleine feine Lebensmittel-Apotheke auf der Papenhuder Straße in Hamburg-Uhlenhorst, einem etwas verschlafenen, aber sympathischen Stadtteil östlich der Alster. Die Papenhuder Straße ist eine beinahe dörflich anmutende Einkaufsstraße mit Modeboutiquen, Änderungsschneidereien, gleich zwei Blumenläden, einem hervorragenden Gemüse-Mann, einer gut sortierten Vinothek, einem anthroposophisch geprägten Spielwarenladen … Das versteh‘ ich nicht: Tomaten aus Neuseeland weiterlesen

Mein Land

Ich möchte keine Alternative für Deutschland. Ich möchte das Deutschland, in dem ich aufgewachsen bin, zurück. Das Deutschland, in dem das Leben eines jeden Menschen gleich viel Wert ist. Das Deutschland, in dem Ratio über Rage siegt. Das Deutschland, dessen Teil man wird, in dem man stillschweigend einwilligt, das Grundgesetz zu achten. Das Deutschland, in … Mein Land weiterlesen

Morgen wir

Zuerst erschienen am 22. Juli 2016 auf norsksoul.tumblr.com Ich möchte nicht mit Idioten diskutieren. Ich tue mich unfassbar schwer damit, mich mit offenbar völlig ungebildeten, verblendeten Fanatikern auseinander zu setzen. Ich bin, wie viele meiner Generation, sozial-liberal erzogen. Ich habe gelernt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Ich habe gelernt, dass Solidarität mit denen, … Morgen wir weiterlesen

Das versteh ich nicht

Zuerst erschienen am 26. Juli 2016 auf norsksoul.tumblr.com Dieser unerträgliche Missbrauch von Meinungsfreiheit. Dieses widerliche Verbrämen von Beleidigungen, Ehrabschneidung, Rassismus, Sexismus und blanker Dummheit durch wohlfeil falsch ausgelegtes Grundgesetz. Die so einfach zu durchschauenden Camouflageversuche derer, die Hass säen. Der Diebstahl des Schutzmantels, der für diejenigen ausgebreitet wurde, die zu Recht Schutz suchen und verdienen. … Das versteh ich nicht weiterlesen