Punk is dead – long live Punk 1/2

Ich sitze zu Hause, zerdrücke einen Möhren-Spinat-Flohsamen-Puffer mit der Gabel und frage mich, wann ich damit aufgehört habe, "dagegen" zu sein. Es muss irgendwann zwischen Studium, Praktikum und erstem Job passiert sein. Wahrscheinlich war es sogar pünktlich mit dem ersten festen Job. Exakt zu dem Zeitpunkt, als ich die Arbeit als freier Autor für den … Punk is dead – long live Punk 1/2 weiterlesen

Short Cuts: Elfenbeinküste (Söldner #1), 2003

Die Wunde brennt wie Feuer. Warmes Blut rinnt in seinen linken Stiefel. Eigentlich sollte der Söldner tot sein. Er sollte im Busch verbluten, während die verdammten Kaffer schon damit beginnen, seinen Kopf zu schrumpfen. Er versucht aufzustehen, doch es gelingt ihm nicht. Seine Hose ist mit seinem und dem Blut der Rebellen getränkt. Die Trommeln … Short Cuts: Elfenbeinküste (Söldner #1), 2003 weiterlesen

Das versteh‘ ich nicht: Tomaten aus Neuseeland

Am Freitag war ich bei meinem Edeka. Mein Edeka ist eine kleine feine Lebensmittel-Apotheke auf der Papenhuder Straße in Hamburg-Uhlenhorst, einem etwas verschlafenen, aber sympathischen Stadtteil östlich der Alster. Die Papenhuder Straße ist eine beinahe dörflich anmutende Einkaufsstraße mit Modeboutiquen, Änderungsschneidereien, gleich zwei Blumenläden, einem hervorragenden Gemüse-Mann, einer gut sortierten Vinothek, einem anthroposophisch geprägten Spielwarenladen … Das versteh‘ ich nicht: Tomaten aus Neuseeland weiterlesen

Mein Land

Ich möchte keine Alternative für Deutschland. Ich möchte das Deutschland, in dem ich aufgewachsen bin, zurück. Das Deutschland, in dem das Leben eines jeden Menschen gleich viel Wert ist. Das Deutschland, in dem Ratio über Rage siegt. Das Deutschland, dessen Teil man wird, in dem man stillschweigend einwilligt, das Grundgesetz zu achten. Das Deutschland, in … Mein Land weiterlesen

Morgen wir

Zuerst erschienen am 22. Juli 2016 auf norsksoul.tumblr.com Ich möchte nicht mit Idioten diskutieren. Ich tue mich unfassbar schwer damit, mich mit offenbar völlig ungebildeten, verblendeten Fanatikern auseinander zu setzen. Ich bin, wie viele meiner Generation, sozial-liberal erzogen. Ich habe gelernt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Ich habe gelernt, dass Solidarität mit denen, … Morgen wir weiterlesen

Das versteh ich nicht

Zuerst erschienen am 26. Juli 2016 auf norsksoul.tumblr.com Dieser unerträgliche Missbrauch von Meinungsfreiheit. Dieses widerliche Verbrämen von Beleidigungen, Ehrabschneidung, Rassismus, Sexismus und blanker Dummheit durch wohlfeil falsch ausgelegtes Grundgesetz. Die so einfach zu durchschauenden Camouflageversuche derer, die Hass säen. Der Diebstahl des Schutzmantels, der für diejenigen ausgebreitet wurde, die zu Recht Schutz suchen und verdienen. … Das versteh ich nicht weiterlesen

Utopien für eine lange Nacht: 2. Ankommen

Meine Bilanz gescheiterter Beziehungen reicht in DIN A4 ausgedruckt, chronologisch sortiert und entsprechend hochkant aneinandergereiht von Dortmund nach Berlin und zurück westwärts von Berlin nach Frankfurt. 846 Kilometer. Luftlinie. Das habe ich gerade berechnet. Im Kopf. Ganz ohne Hilfe. Dabei liegt mir Rechnen eigentlich nicht. Rechnen liegt mir genauso wenig wie Lügen. Ich kann nicht … Utopien für eine lange Nacht: 2. Ankommen weiterlesen

Utopien für eine Lange Nacht: 1. Scheitern

Wenn man das Wort “Scheitern” im Duden nachschlägt, findet man das folgende: “scheitern” - schwaches Verb Bedeutungen: Ein angestrebtes Ziel o.Ä. nicht erreichen, keinen Erfolg haben misslingen, missglücken, fehlschlagen Neben der Tatsache, dass nach meinem Empfinden “scheitern” unabhängig von seiner Konjugation ein sehr starkes, vielfältig aufgeladenes Verb ist, das sich substantiviert ohrenscheinlich nur in einem … Utopien für eine Lange Nacht: 1. Scheitern weiterlesen