Das kleine Haus hinterm Deich: Wind und Weite

"Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus." (Hanno Herbst) Diese Zeilen durfte ich in meiner kurzen, aber dennoch leidlich erfolgreichen Karriere als Messdiener in der Militärpfarrei St. Ansgar in Wilhelmshaven des Öfteren singen. "Herr deine Liebe" von Ernst Hansen ist eines der besseren Kirchenlieder. Eines, das … Das kleine Haus hinterm Deich: Wind und Weite weiterlesen

Das kleine Haus hinterm Deich: Handwerk und Hauswinkelspinnen

Hier in den Vier- und Marschlanden hat das Handwerk noch den Stellenwert, den es andernorts in Studentenstädten und Akademikermetropolen längst verloren hat. Ehrliche Arbeit hat hier noch goldenen Boden. Das Gemachte definiert das Gesagte und nicht andersherum. Am Freitag kam, nach telefonischer Erinnerung am Donnerstagnachmittag, tatsächlich der Klempner vorbei. Um 10 Uhr. Pünktlich. Wie verabredet. … Das kleine Haus hinterm Deich: Handwerk und Hauswinkelspinnen weiterlesen

Das kleine Haus hinterm Deich: Fertrauen und Fermentation

"Schade, dass du zum Winter herziehst, da sind die Freuden des Landlebens nicht so offensichtlich. Im Sommer wissen wir alle, warum wir hier leben. Im Winter ist es oft hart." Anja heißt meine Nachbarin, deren Garten hinter dem alten Schuppen beginnt. Annegret die, deren Yorkshire Terrier mich jenseits des Zaunes jeden Morgen fröhlich bellend auf … Das kleine Haus hinterm Deich: Fertrauen und Fermentation weiterlesen

Short Cuts: Mosambik (Söldner #2), 2003

Sein Kopf ist schwer und der Pelz auf seiner Zunge schmeckt nach Erbrochenem. Eigentlich sollte der Söldner tot sein, sollte mit einem Loch im Schädel im Busch liegen. Eigentlich sollten sie ihm jetzt das Gold aus dem Gebiss brechen und seinen Körper aufschneiden, damit die Schakale ihn bald wittern. Eigentlich. Eigentlich sollte er froh sein. … Short Cuts: Mosambik (Söldner #2), 2003 weiterlesen

Punk is dead – long live Punk 2/2

Ich bin in einer durchweg positiven, sonnengewärmten Post-Windsurf-Laune, die ich versuche in die vor mir liegenden lauen Nachtstunden hinein zu retten. Dieses kleine gänzlich ironiefreie Glück, das kühle Glas badischer Grauburgund auf dem Balkontisch vor mir und der Kommentar von UD auf den ersten Teil dieses Traktats, lassen meine Gedanken in eine etwas andere, konstruktivere … Punk is dead – long live Punk 2/2 weiterlesen

Punk is dead – long live Punk 1/2

Ich sitze zu Hause, zerdrücke einen Möhren-Spinat-Flohsamen-Puffer mit der Gabel und frage mich, wann ich damit aufgehört habe, "dagegen" zu sein. Es muss irgendwann zwischen Studium, Praktikum und erstem Job passiert sein. Wahrscheinlich war es sogar pünktlich mit dem ersten festen Job. Exakt zu dem Zeitpunkt, als ich die Arbeit als freier Autor für den … Punk is dead – long live Punk 1/2 weiterlesen

Short Cuts: Elfenbeinküste (Söldner #1), 2003

Die Wunde brennt wie Feuer. Warmes Blut rinnt in seinen linken Stiefel. Eigentlich sollte der Söldner tot sein. Er sollte im Busch verbluten, während die verdammten Kaffer schon damit beginnen, seinen Kopf zu schrumpfen. Er versucht aufzustehen, doch es gelingt ihm nicht. Seine Hose ist mit seinem und dem Blut der Rebellen getränkt. Die Trommeln … Short Cuts: Elfenbeinküste (Söldner #1), 2003 weiterlesen

Das versteh‘ ich nicht: Tomaten aus Neuseeland

Am Freitag war ich bei meinem Edeka. Mein Edeka ist eine kleine feine Lebensmittel-Apotheke auf der Papenhuder Straße in Hamburg-Uhlenhorst, einem etwas verschlafenen, aber sympathischen Stadtteil östlich der Alster. Die Papenhuder Straße ist eine beinahe dörflich anmutende Einkaufsstraße mit Modeboutiquen, Änderungsschneidereien, gleich zwei Blumenläden, einem hervorragenden Gemüse-Mann, einer gut sortierten Vinothek, einem anthroposophisch geprägten Spielwarenladen … Das versteh‘ ich nicht: Tomaten aus Neuseeland weiterlesen

Live: Skript „Hotel Europa Tour 2006“

Gerade gefunden: das Original-Skript für die Lesungen der Hotel Europa Tour 2006. Großartige Musik, großartige Jungs und Mädels im Bandbus, großer Spaß. Schöne Zeiten war'n dit jewesen. Nach Fertigstellung des Romans wurde mir von der Lektorin des Verlags Frauenfeindlichkeit und emotionale Unreife vorgeworfen. Ich denke, sie hatte Recht. Außerdem trug sie, als sie meinem Verleger … Live: Skript „Hotel Europa Tour 2006“ weiterlesen